Regionaltreffen September 2013 - Bewegungen der Seele und Arbeit mit dem Inneren Team

27. September 2013
Kinesiologische Naturheilpraxis Rita Jung, Pödelsdorfer Straße 192, Bamberg

„Bewegungen der Seele“ und Arbeit mit dem Inneren Team
Ein Bericht von Joachim Vogel Regionalsprecherin

Lorette Purucker begrüßte 17 Teilnehmer und dankte der Gastgeberin Rita Jung für die Organisation dieses Regionalgruppentreffens in Bamberg.

Der Nachmittag hatte zwei inhaltliche Schwerpunkte: Die Psychotherapeutin und Heilpraktikerin Elisabeth Cichon aus Ebern (www.elisabeth-cichon.de) sprach über ihre Arbeitserfahrungen mit den „Bewegungen der Seele“ und Rita Jung, ebenfalls psychotherapeutische Heilpraktikern (www.kinesiologische-naturheilpraxis.de), demonstrierte, wie sich eine Verbindung herstellen lässt zwischen dem Konzept des „Inneren Teams“ und Aufstellungsarbeit. Beide Beitragsblöcke waren mit praktischen Übungen unterlegt.

Elisabeth Cichon erzählte zunächst eindrücklich und sehr persönlich vom Weg zur ihrer jetzigen Tätigkeit. Die Begegnung mit Bert und Sophie Hellinger und ihrer Schule hätten ihre Arbeit und gegenwärtige Ausrichtung entscheidend geprägt.Ihrem Grundthema „Bewegungen der Seele“ näherte sich die Referentin gemeinsam mit der Gruppe durch zwei Wahrnehmungsübungen. In der ersten Übung „Göttlicher Funke“ standen sich jeweils zwei Personen gegenüber mit der Vorgabe, sich vorurteilsfrei und liebend anzuschauen. Jede Wahrnehmung des Gegenübers, welcher Art auch immer, sollte wohlwollend und liebend angenommenwerden, ohne Urteil. Die Übung wurde nach Beendigung nicht „zerredet“. In einer zweiten Übung konfrontierte die Referentin die Teilnehmer mit einem speziellen Interventionsansatz bei Aufstellungen: Vor dem Hintergrund der Annahme, dass bei schwerwiegenden Problemen in Systemen die systemische Energie irgendeines Verstorbenen „verantwortlich“ sein könnte, sollte Lösung angestrebt werden, indem man in der Aufstellung über den Stellvertreter dieses Verstorbenen hinweg steigt. Dieses Interventionsverfahren erprobten Teilnehmer in einer Aufstellung. Die Reaktion bei der Wahrnehmungdieses methodischen Schrittes war verhalten.

Rita Jung stellte im zweiten Teil des Nachmittags Ihren Ansatz von Aufstellungen des „Inneren Teams“ vor. Angelehnt an das Konzept des Kommunikationswissenschaftlers Friedemann Schulz von Thun stellt die Referentin in ihrer Praxis – je nach Fall und Bedarf – innere Anteile der Persönlichkeit eines Klienten auf. Dabei gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten. So lassen sich beispielsweise „Bauch“,„Kopf“ und „Herz“ als Persönlichkeitselemente eines Klienten aufstellen. Denkbar in solchen „Inneren Team“-Aufstellungen sind auch Aufstellungen von Lebensrollen des Klienten (Partnerin, Mutter, Geliebte, Therapeutin), Gefühle (Angst, Wut, Trauer, Liebe) zu einer gegebenen Lebenssituation und Lebensbereiche (Gesundheit, Arbeit, Finanzen, Hobby) o.ä. . Als Beispielaufstellung an diesem Nachmittag stellte sich eine Teilnehmerin für die Aufstellung ihre persönlichen Bedürfnisse zur Verfügung. Zehn Bedürfnisse der Klientin wurden dabei nach Wichtigkeit auf einer Skala von 1 – 10 eingeordnet. Die am wenigsten beachteten Bedürfnissewurden dann mit der Klientin zusammen aufgestellt und in Beziehung zueinander gestellt. Aus dieser Anfangskonstellation entwickelte sich eine lebendige Aufstellung mit viel Einsicht für die Aufstellende und die Gruppe.

Das Regionaltreffen endete gegen 18 Uhr. Alle Teilnehmer waren hingerissen von der liebevollen und vielfältigen Gestaltung des Büffets zur Verpflegung der Teilnehmer. Die Gastfreundschaft der Gastgeberinnen machte Lust auf häufigere Besuche in Bamberg.

Am Ende des Tages wurde noch festgelegt, dass vom 5.-6. April 2014 unsere Regionaltage in Weimar stattfinden werden. Dort wird es möglich sein, mit Aufsteller/Innen aus den Neuen Bundesländern und aus Berlin zu treffen. Weitere Informationen zu Inhalten folgen in Kürze.