Symposium - Juli 2012

Termin
13. Juli bis 15. Juli 2012

Ort
Kloster Seeon, Klosterweg 1, D-83370 Seeon

Anmeldung
Mit nachfolgendem Link können Sie den Flyer mit Anmeldeformular sowie weiteren Informationen zur Veranstaltung im pdf-Format anschauen:
Anmeldung zum 3. Symposium der PdS

Organisation
Jakob Schneider und Wilfried de Philipp

In Aufstellungen können Stellvertreter ihnen fremde Beziehungssysteme in deren Beziehungs- und Ereignisdynamik wahrnehmen.
Wir nennen dieses Phänomen das „Aufstellungsphänomen“. Von der Erfahrung dieses Phänomens her gehen wir davon aus, dass wir zumindest in existenziellen Gemeinschaften aneinander und an der ganzen Gruppe generationen-übergreifend Anteil haben, ohne auf bewusste Kommunikation angewiesen zu sein.

Im ersten Symposium ließen wir uns informieren, inwieweit die Quantenphysik prinzipiell ein Erklärungsmodell dafür zur Verfügung stellen kann. Auf dem 3. Symposium nähern wir uns dem Phänomen der Teilhabe in Gemeinschaften auf einer geisteswissenschaftlichen Ebene.

Welche Prozesse der Teilhabe können wir in Familien und anderen existenziell bedeutsamen Klein- und Großgruppen wahrnehmen?
Wie sinnvoll ist es dabei, von seelischer und geistiger Teilhabe zu sprechen? Was meint die Unterscheidung zwischen seelisch und geistig? Und welche Bedeutung haben die Begriffe „Seele“ und „Geist“ und ihre Unterscheidung für die Aufstellungsarbeit? Sind wir in einer Seele? Führt Geist? Oder sollten wir entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch und im Einklang mit dem wissenschaftlichen, philosophischen und vielleicht auch spirituellen Mainstream Aufstellungen vom Sprechen über „Seele“ und „Geist“ eher frei halten? Wie könnten wir die Prozesse von Teilhabe in Gemeinschaften dann plausibel und praxistauglich beschreiben?

Wir haben wieder Frau Aleida und Herrn Jan Assmann gewonnen, die wohl renommiertesten deutschsprachigen Kulturwissenschaftler vor allem in Bezug auf das „kulturelle Gedächtnis“.
Sie werden mit uns Aufstellungsprozesse betrachten, ihre Sicht vom Aufstellungsgeschehen darlegen und die Frage der seelischen und geistigen Teilhabe in Gemeinschaften anhand historischer und moderner philosophischer und literarischer Zeugnisse untersuchen.

Die Teilnehmer werden diesmal Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen und Gedanken zu „Seele“ und „Geist“ in der Aufstellungsarbeit auszutauschen.

Die Teilnehmerzahl bleibt auf ca. 100 Personen beschränkt, damit ein intensiver Gedankenaustausch mit den Referenten und
untereinander möglich bleibt.

Diese Veranstaltung gilt als kontinuierliche Weiterbildung für anerkannte Systemaufsteller (DGfS) und Lehrtherapeuten/Lehrtrainer (DGfS).